will you people stop talking about #michaeljackson, it’s fucking up my internets…

Michael Jackson ist heute Nacht zwischen 0:45 und 1:15 Uhr CEST (UTC+2) durch einen Herzinfarkt gestorben. Die von TMZ verbreitete News, auf die sich dann auch Reuters bezog, wurde zwischenzeitlich von CNN und der LA Times, unabhänig voneinander, bestätigt.

Kommen wir zum interessanten Teil auf den sich der Titel bezieht. Michael Jackson stirbt und Twitter schafft den Ansturm gerade so. Während ich durch die Suchergebnisse für das Tag #MichaelJackson schaue sammeln sich pro Seite die ich ansehe (15 Ergebnisse) ca. 1500 neue Postings.

Interessant ist, dass sogar die Bild quasi sofort ‘exklusiv’ berichtet hat. Nur was genau man berichten sollte, das wusste die Bild offenbar nicht sofort. Erst stimmten die Zeiten nicht und im Moment ist man sich nicht ganz einig was das Datum angeht – dafür gibt es aber jetzt keine Zeiten mehr im Artikel. Vielleicht hat man sich bis morgen früh ja geeinigt ob man Ortszeit oder die Zeit der Redaktion benutzen möchte. Die nächste Stufe wäre dann die Kenntlichmachung der verwendeten Zeit; es wäre eine gleichzeitige Kolumne denkbar, in der man die neu einzuführende ‘Volkszeit’ erklärt.

Wie dem auch sei, was ich eigentlich interessant finde ist der für die Uhrzeit enorme Anteil an deutschen Usern die etwas dazu zu sagen haben. Meißt natürlich nur bedauernde Worte. Ein wenig doppelmoralisch wenn man bedenkt das er in der Öffentlichkeit workbootsnerd.com zuletzt der böse Kinderschänder war.

Bleibt abzuwarten wie die Medien ihn in den nächsten Tagen darstellen werden. Mein Tip: Glorifizierung und ein oder zwei kritische Beiträge die auch die Schattenseiten erwähnen. Diese werden aber nicht viel Beachtung finden.

PS: Der Titel stammt übrigens nicht von mir, sondern einer frustrierten Twitteruserin, welche nur ein wenig surfen wollte. Eine Userin wie du und ich.


One Response to “will you people stop talking about #michaeljackson, it’s fucking up my internets…”

  • Lynne Says:

    Ich gestehe auch zu den Twitter-Leuten zu gehören inzwischen. Doch das beschriebene Bsp. zeigte in der Tat welchen Einfluss der 160-Zeichen-Dienst auf die Medien hat… Jacko, Flugzeugabsturz vor Afrika, … Habe nur ich das Gefühl, wir säßen neuerdings in der ersten Reihe, wenn es um Katastrophales und Spektakuläres geht. Sehe ich es beruflich, müsste ein kleiner Teil in mir jubeln, sehe ich es als Mensch, macht es mir irgendwie Angst… Und das obwohl ich eben selber auch andere an meinem Alltag mittels des Vögelchens teilhabe und lauter Fremde in Reihe 1 sitzen…

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